Reiner Zimnik im Gulbranssonmuseum

Vier Tage vor ihrem Ende besuchten Tano und ich die Ausstellung im Gulbranssonmuseum, in der Reiner Zimnik sein Gesamtwerk vorstellt. Es wäre schade gewesen sie zu versäumen.

Es sind skurrile und stille Bilder. Auf den ersten Blick wirken sie heiter, doch schnell sahen wir deutlich, dass der Künstler uns auch die nicht heile Welt zeigen will.

Auf dem Bilderzyklus „unter dem Kastanienbaum im Hirschgarten“ gab es nicht nur friedliche Biergartenbesucher.  Einige Bilder zeigen Vertreibung, ethnische Säuberung oder tanzende Soldaten mit Pappnasen. Ein großes Thema waren nackte Frauen mit Tarnbemalung oder Nonnenhauben. Auf den „Winterbildern“ werden nackte Frauen von Männerhorden verfolgt. Die „Venen von Willendorf“ malte Zimnik mit üppigen Busen und dicken Bauchfalten, wohingegen die Frauenakte mit Hut sehr erotisch wirkten.

Bekannt wurde der Illustrator durch seine erfundenen Zeichenfiguren “Lektro“, ein kauziger Einzelgänger, und „Sebastian Gsangl“, ein typisch bayerischer Stammtischbruder. Die Bilderreihen wurden im Fernsehen gezeigt.

Der Künstler lebt in München und wir heuer 82 Jahre alt.

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