Mein Weg zur Kunst – und zur Tegernseer Kunstausstellung

Von den ersten Kritzeleien bis zur eigenen Plastik

Es begann mit meinen vielen Kritzeleien und Zeichnungen in den Schulheften. Eine Lehrerin tröstete meine Mutter: Ich würde einmal Grafikerin werden. Den Beruf kannte weder meine Mutter noch jemand in meinem Umkreis. Aber ich bekam daraufhin die teuren Faber-Farbstifte und die ersten Wachsmalstifte, die es damals gab.

In jungen Jahren wurde ich Mitglied der niederbayerischen Isargilde und bin es bis heute. An vielen ihrer Ausstellungen konnte ich mich beteiligen.

Eine Plastik landete 2001 als Dankeschön im amerikanischen Museum „Bonifas Fine Arts Center“ in Michigan. Ein großer Erfolg war damals eine Bibelausstellung. Das Exerzitienhaus Werdenfels kaufte 2005 meinen Kreuzweg mit seinen 14 Stationen.

Schon während meiner Berufstätigkeit besuchte ich 1966/67 an den Wochenenden die Zeichenschule bei Hein König in München-Schwabing. Wahrscheinlich glichen meine Zeichnungen den seinen, denn er meinte, dass ich meine Zeichnungen nicht unter seinem Namen verkaufen dürfe.

Später hatte ich Gelegenheit, in der Werkstatt der Keramikerin Schiemann unter ihrer Anleitung mit Ton zu arbeiten.

Stark unterstützt hat mich damals schon mein Mann, er war Stuckateur von Beruf. Er entwickelte aus Pflasterstein und Asche alle meine Glasuren. Seine eigenen Mosaikarbeiten kamen dabei leider oft zu kurz. Letztendlich schreinerte er auch noch die Podeste und stellte sie in den Ausstellungen auf.

Dank gilt auch meinen vier Kindern, die zwischen Ausstellungspodesten, Keramikfiguren und Tonstaub sein mussten.

Dankbar bin ich den Leuten der Kulturvision, besonders der engagierten Frau Dr. Ziegler, den Mitgliedern des Krippenvereins, dem verstorbenen Künstler Beck, der meine Arbeiten „ausstellungsreif“ fand, dem verstorbenen Tegernseer Bürgermeister Luschner und den vielen Organisatoren, Helfern und Besuchern, die mich unterstützt haben.

Meine Arbeiten bei der Tegernseer Kunstausstellung 2026

Fast übersah ich den Abgabetermin meiner Arbeiten. Danke, dass mich Frau Hillo kurz vor dem Abgabetermin erinnerte und meinte, notfalls könnte ich meine schwerste Figur weglassen.

Sie meinte den „Bittgang bei Sonnenaufgang“. Doch gerade diese Arbeit liegt mir am Herzen. Sie ist für mich nicht nur eine Erinnerung. Sie erzählt von eine Weg, der im Dunkeln beginnt und den Blick nach oben richtet – auf das Licht und auf die Hoffnung.

Meine zweite Plastik nenne ich „Namenlos“ – ein Mann schreit und sucht mit den Händen den Himmel.

„Die Mundharmoniker“ habe ich nach einem Buchumschlag von Ben Shahn, einem Vertreter des Sozialen Realismus, gestaltet.

76. Tegernseer Kunstausstellung 2026
mit Künstlern aus dem Tegernseer Tal & Gästen
Malerei · Skulptur · Grafik · Fotografie

Dauer: 19. September bis 4. Oktober 2026
Vernissage: Freitag, 18. September 2026, 18 Uhr
Öffnungszeiten: täglich 14–18 Uhr
Eintritt: frei
Organisation und Leitung: Frau Hillo Fuchs
Ort: Altes Schalthaus, Hochfeldstraße 3, 83684 Tegernsee

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