Saatchi Gallery

Auf den Namen Saatchi bin ich schon des Öfteren gestoßen, z.B. in Verbindung mit Damien Hirst und seinem in Formaldehyd eingelegten Tigerhai oder den Young British Artists.

So war ich richtig gespannt auf Saatchi Gallery. Schon bei Eintritt war ich überwältigt von den riesigen Räumen, den weißen Wänden, den weiß gelaugten Eichenböden und den türlosen Ein- und Durchgängen.

Als ich dann im ersten Saal die vielen großen Ameisen sah, die kreuz und quer, einzeln und zusammengedrängt an den Galeriewänden hingen, kam ich mir vor wie der Däumling im Märchen.

Beim genauen Betrachten einer halbmetergroßen Ameise, es gab deren so an die 400 Stück, dachte ich sofort an die Arbeiten der Arte Povera Künstler. Mir schien, zwei Steine ergaben den Ameisenkörper und Zweige die Beine.

Es waren aber gegossene Körper in Form von menschlichen Schädeln, die Beine jedoch waren wirklich Zweige.

Als ich überlegte, was der kolumbianische Künstler Rafael Gomezbarros (geb.1972) damit aussagen wollte, kam eine Kleinkindergruppe in den Raum. Je drei Kinder, angeleint an den Handgelenken, wurden von einer Betreuerin geführt, als wären sie Hunde. Zum Glück gehörte diese Szene nicht zur Installation.

In der Ausstellung zeigten afrikanische und lateinamerikanische Künstler ihre Werke unter dem Thema Pangaea: Neue Kunst aus Afrika und Lateinamerika.

Viele Werke haben mich berührt, die Beton-Ziegelkugel von Fredy Alzata, die Kohlesack-Installation des jungen Mahamas (geb. 1987), Jose Lermas Kugelschreiber Cartoon-Stil Zeichnungen.

Die Arbeiten unterschieden sich nicht von den jungen britischen Künstlern im oberen Stock: Wir sahen schrille, düstere und gefühlvolle Szenen, geisterhafte Silhouetten, monumentale und barocke Bilder und Plastiken.

Erwähnen muss ich noch die Dauerinstallation von Richard Welson im Untergeschoß, einem See aus Altöl, in dem sich die Decke spiegelt.

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