„Schiff Ahoy“ Brandhorstmuseum Teil 1

Ist das Kunst oder darf man sich darauf setzen

Tano und ich besuchten im Brandhorstmuseum die Ausstellung „Schiff Ahoy – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst“.

Im ersten Raum des Museums standen weiße Stühle, in Reih und Glied aufgestellt. Müde waren wir nicht. Aber sie luden uns zum Sitzen ein.

Gespannt schauten wir auf den vor uns aufgebauten Riesenwürfel und warteten. Nichts geschah. Ein Aufseher lächelte uns zu.

Groß wirkt der weiße Kubus vor den Stühlen. Typisch, dachte ich, als ich den Namen des Künstlers las, Heimo Zobernig. Ich erinnerte mich an den von ihm gestalteten österreichischen Biennale-Pavillon. Puristisch war er, es gab nur leere Räume.

Am Ende unseres Ausstellungs-Rundganges waren wir vom Hin und Her, vom Auf und Ab sehr müde. Gezielt steuerten wir auf die weißen Stühle zu. Kaum saßen wir, scheuchte uns eine Aufseherin freundlich-aufgeregt von den Stühlen hoch. Wir säßen auf einer Kunstinstallation, „Sitzgruppe Heimo“, von Franz West und Heimo Zobernig.

Wir erklärten ihr, dass es doch von den Künstlern so gewollt war, dass der Besucher Akteur und Teil der Installation wird. Sie glaubte uns nicht.

Sie hörte nicht mehr zu, als wir von Franz Wests Installation im Untergeschoss sprachen. Ausdrücklich waren dort seine kotwurst-ähnlichen Gebilde als Sitzgelegenheit angepriesen. Der Titel „Das Fragile an seiner Kloake“ war nicht sehr einladend.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/sammlung-brandhorst-schiffahoi-100.html

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