Kunst und Künstler – Artikel über Tona und Riccardo

Die Künstler am Tegernsee begehen in diesem Jahr das 70. Ausstellungsjubiläum. Zu diesem Anlass gab der Tegernseer Tal Verlag das Sonderheft „Kunst und Künstler“ heraus und stellt viele Künstler aus dem Tegernseer Tal vor.

Anita Westphal – Demmelhuber schrieb über Tona und Riccardo einen schönen Beitrag.

Aus: Zeitschrift TEGERNSEER TAL, Sonderausgabe KUNST UND KÜNSTLER 2019/2020, www.tegernseer-tal-verlag.de

Bilder von Riccardo in der Tegernseer Kunstausstellung 2018

Riccardos vier zarte Zeichnungen, schwarze Pigmenttusche auf Papier, waren ein Ruhepunkt in der vielfältigen und bunten Tegernseer Ausstellung. Obwohl sie auf einer quergestellten, extra aufgestellten Wand gehängt waren, drängten sie sich nicht auf.

Zwei Titel im Katalog waren verkehrt ausgezeichnet; Starbird One und Starbird Too anstelle von Simple One und Simple Two. Starbird Star und Starbird Moon waren richtig.

Die vier Bilder sind ein Geschenk, das Riccardo seiner Mutter machte, als sie in der Reha war. Noch nie war sie so lange (drei Wochen) von der Familie weg.

Die wunderschönen Zeichnungen sind voller Symbolik. Auf einem Bild trägt der Vogel einen Stern im Schnabel und auf dem anderen den Mond. Der Stern könnte ein Symbol für unseren Stern, die Erde, sein und der Mond für das Weltall.

Zwei Bilder zeigen Gesichter, aus denen dicke Pfeile ausgehen und so vom Antlitz ablenken oder umgekehrt, es verstärken.

Tona hatte zwei zwiefältige Wünsche. Sie hätte sich gefreut, wenn ein Bild verkauft worden wäre, aber sie freut sich auch, dass sie bei ihr geblieben sind.

Ausstellung von Riccardo – Kultur im Oberbräu Holzkirchen

Relations vom 1.7. bis 30.9.2018 – Arbeiten zum Thema Beziehungen

So leise und unbeachtet wie die Vernissage von Ricc im Holzkirchner „Kultur
im Bräu“ war auch der Abschluss der Ausstellung.
Er hatte nur im Internet eingeladen, niemanden persönlich. Er wollte keine
Anstands-Pflichtgäste drängen.

Seine Gedanken zu seinen Werken hat er auf Handzettel gedruckt und
aufgelegt. Auf einer bebilderten Preisliste teilte er seine Preise mit. Und
die waren nur kostendeckend. Er wollte nur die Papier-, Farb- und
Druckkosten dafür nehmen. Er freue sich, wenn jemand sich eines seiner
Bilder mal leisten könne. Die Kunst verschenke er, die Kunst sei so oder so
unbezahlbar.

Ja, ungewöhnlich waren die Preise – außergewöhnlich aber Motive, Stil und
Ausgestaltung der Bilder. „Jedes Bild ein eigener Kosmos“, schrieb Johanna Wieshammer in der Tegernseer Zeitung und Reinhold Schmidts Überschrift in der Internetzeitung „Kulturvision aktuell“ lautete „Der philosophische Künstler“.

Ist Riccs Rechnung aufgegangen? Zwei kleine Bilder hat er in der Ausstellung
liegen gelassen, wer sie haben möchte, könnte sie sich schnappen.

Gedanken von Riccardo: Wichtig ist mir, dass sich der Betrachter selbst in meinen Bildern wiederfindet und seine eigenen Deutungen sucht. Ich möchte Menschen einerseits zum Nachdenke anregen und anderseits mit witzigen Pointen zum Lachen bringen.

Aus dem Programmheft: Er überträgt das komplexe menschliche Zusammenleben in ebenso simple wie aussagekräftigen Zusammenhängen des täglichen Lebens.

Zur Technik: Ursprünglich in Pigmenttusche auf Papier, sah man seine Bilder zum ersten Mal im großen Digitaldrucken auf Leinwand.

Riccardo stellt aus „Kultur im Oberbräu“

Riccardo zeigt vom 1.7.18  ab bis Ende September seine Bilder im „Kultur im Oberbräu“ Holzkirchen.  Am Sonntag um 15 Uhr eröffnet er sie.

Riccardo sagt:

Wichtig ist mir, dass sich der Betrachter selbst in meinen Bildern wiederfindet und seine eigenen Deutungen sucht. Ich möchte Menschen einerseits zum Nachdenken anregen und anderseits mit witzigen Pointen zum Lachen bringen.

Im Programmheft der Ausstellungen im Kultur im Oberbräu steht:

Der junge Künstler zeigt seine aktuellen Arbeiten zum Thema Beziehungen. Ursprünglich in Pigmenttusche auf Papier sieht man in seinen Bilder zum ersten Mal im großen Digitaldruck auf Leinwand. Dabei überträgt er das komplexe menschliche zusammenleben in ebenso simple wie aussagekräftigen Formen und füllt damit den Raum zwischen utra-komplexen und extra-ordinären Zusammenhängen des täglichen Lebens.

Neues Jahr 2018 mit Zeichnungen von Riccardo

Riccardo ist dieses Jahr der erste der Familie, der unseren Blog mit seinen Bildern bereichern kann. Er eröffnet mit seinen Zeichnungen das Jahr 2018.

Es sind Zeichnungen in der Größe DIN A4, Pigmenttusche auf Papier. Alle noch ohne Titel.

Ein Gedicht: Silence mind

Ein Gedicht von Riccardo – über Unsinn und Sinn – oder –  Sinn und Unsinn

Silence mind

The sky is pink and the sea is purple,
the earth is white and the grass is blue,
someone went crazy and the meaning is void.

Between the verses is silence,
who is there to pronounce?

The sky is being and the sea is lost,
the earth is blown and the tree is sense,
someone ate the meadow and a donkey weeps.

Between the verses is silence,
who is there to pronounce?

Who wants to read a mad mans hope?
To the sense of nothing, to the bone.
There is no rhyme…

Between the verses is silence,
who is there to pronounce?

There is nothing to understand or find.
Would ‚ be something between the verses,
if there is someone to pronounce and find.

Silence mind,
think what you want,
I’m just bored in his hell of creation,
Believe me, the sky is being
there to pronounce.

In the end is silence.
A fairy’s soft voice,
pronouncing,
Hope.

Versuch einer Übersetzung

Sei still Geist

Der Himmel ist rosa und das Meer ist lila,
die Erde ist weiß und das Gras ist blau,
jemand wurde verrückt und die Bedeutung ist nichtig.

Zwischen den Versen ist Stille,
Wer ist da, um auszusprechen…?

Der Himmel ist das Dasein und das Meer ist verloren,
die Erde ist weggeblasen und der Baum ist der Sinn,
jemand aß die Wiese und ein Esel weint.

Zwischen den Versen ist Stille,
Wer ist da, um auszusprechen…?

Wer will eines verrückten Mannes Hoffnung lesen?
Bis zum Nichts, bis zum Knochen.
Es gibt keinen Reim …

Zwischen den Versen ist Stille,
Wer ist da, um auszusprechen…?

Es gibt nichts zu verstehen oder zu finden.
Wäre etwas zwischen den Versen,
wenn jemand es ausspricht und findet.

Sei Still Geist!
Denk was du willst,
Ich bin nur gelangweilt in seiner Hölle der Schöpfung,
Glaub mir, der Himmel ist Da(das Dasein)
um es auszusprechen.

Am Ende ist Stille.
Die sanfte Stimme einer Fee,
Aussprechend:
Hoffnung.


68. Ausstellung Tegernsee

Seit über 25 Jahre beteilige ich mich an Ausstellungen in unserem Landkreis. Es dauerte aber lange, bis ich mich überwand, ein Kunstwerk bei der Tegernseer Ausstellung abzugeben. Zu bekannt fand ich die Künstler, die damals ausstellten. Vor allem die Gründerväter wie Olaf Gulbransson, Thomas Baumgartner und Herbert Beck schüchterten mich ein. „Der Kuss“ war dann meine erste Arbeit, die ich abgab und dann gezeigt wurde.

Inzwischen gehöre ich, wie dieses Jahr Ingrid Versen in einem Artikel schrieb, zu den alten Künstlern.

Meine Arbeiten haben meist politischen Hintersinn, leicht satirische Züge – so auch diesmal die Plastiken „der Unterschreiber“ und „Trumps Unterschrift“.

Eine ganz persönliche Arbeit ist jedoch die Figur mit dem Titel „der rote Krebs“. Eine Frau, die ihre Haare verloren hat, hält einen roten Krebs in Händen. Viele Besucher sahen darin keine Kranke, sondern einen buddhistischen Mönch, der liebevoll eine rote Blume umfasst.

Der Zuspruch von Freunden und die Tatsache, dass sie ausgestellt wurde, freut mich.

Dass Riccardo seit einigen Jahren auch in Tegernsee ausstellt, macht mich stolz.

Lange vor der Tegernseer Ausstellung rückte Riccardo ein weißes Statuenpodest in die Mitte unseres Wohnzimmers und stellte darauf eine verwitterte Figur, ein stilisiertes Gesicht, das er einmal aus Steinzeug modellierte. Lange Zeit, Sommer wie Winter, stand sie unbeachtet draußen.

Begeistert war ich von dem Umzug ins Haus nicht. Doch jedes mal, wenn ich ihr aus dem Weg gehen musste, gefielen mir die Flecken, Punkte und Farbverläufe der Naturpatina auf der Figur besser. Erst in der Ausstellung sah ich, dass er sie mit einem abstrakten Acrylbild kombinierte. Das abstrakte Bild verwandelte sich zum Koi-Teich, in den das Gesicht blickt. „Duck and Cover“ nannte Riccardo das Exempel.

https://www.facebook.com/Kulturvision/photos/pcb.1413015012081763/1413014382081826/?type=3&theater

http://www.kulturvision-aktuell.de/68-tegernseer-kunstausstellung-2017/

Artcycling Festival in Holzkirchen

Ausstellung in Holzkirchen vom 29. Juni – 2. Juli

Die „Kulturvision aktuell“ schrieb über die Ausstellung:

Mit der Ausstellung von 25 grandiosen Künstlern aus dem Landkreis Miesbach und über diesen hinaus wurde am 29. Juni Abend das ARTcycling Festival im KULTUR im Oberbräu eröffnet. Kunst der anderen, der kritischen, der humorvollen, der nachdenklichen Art erwartet die Besucher bis Sonntag.

Frau Dr. Ziegler, die Initiatorin des Festivals, und die Kulturhauschefin Ingrid Huber mit ihrem Team luden uns zum Mitmachen ein.

Riccardo zeigt seine Mixed Media Werke in der Ausstellung: „The heart of the wild rose“ und „Artefakte“.

Besonders seine zu den Bildern dazugefügten Objekte waren beeindruckend: Wurzelholz von einer Wildrose und eine alte Sandspielschaufel aus seiner Kindheit verbunden mit einem Besen, der alle Ecken des Hauses gesehen haben muss.

Ricc Milazzo Objekte und Malerei: die Schaufel des kleinen Jungen, der Besen, der jede Ecke des Grundstückes gesehen hat; Alltägliches, Wiedergefundenes und Erspürtes

Es ging um Upcycling Kunst, das heißt nicht mehr gebrauchtes oder unbeachtetes wird wertvoll. Wie passten die Werke von Tona und Tano zu diesem Thema?
Der Anlass sind unsere selbstgemachten Glasuren, die ohne die gekauften Fritten aus Naturmaterialien bestehen: Asche, Steine, Erden, Sand und Glasscherben.

In sechs kleinen Schalen präsentierten wir Aschen aus verschiedenen Holzsorten, Erden aus Niederbayern, Tegernsee, Istrien, aus unserem Fluss der Weißach und vom Ätna auf Sizilien mit den dazugehörigen Glasuren. Meine Steinzeugplastiken zeigen die Wirkung der Ascheglasuren und Tanos Mosaikkugeln die eingefärbten Asche-Pflasterstein-Glasuren, eingefärbt mit Eisen, Chrom und anderen Farbkörpern.

Ostern 2017

Mit dem Skizzenbuch im Gepäck kam Pina zu ihren Eltern. Endlich hat sie einmal Zeit als Urban Sketcherin die schönen Ecken von Rottach-Egern zu entdecken. Daraus wurde nichts. Regen und nur 5 Grad Celsius hielten sie im Haus fest. Dafür entstanden wunderschöne Porträts der Eltern und von zwei ihrer Geschwister.