Unser Nussbaum

Es war in der Emilia Romagna, im Dorf Serpiano, das 1030 m über dem Meeresspiegel liegt, in dem die Sterne in der Nacht zahlreicher, größer und heller leuchteten als irgendwo sonst. Es gab dort eine Kirche, einen Dorfbrunnen und ein Geschäft, in dem man einkaufen, übernachten und Post abgeben konnte und eine alte Steinmauer. Die Mauer sei aus der Barbarossa-Zeit behauptete Tanos Tante, sie gehöre zu ihrem Haus. Es war kalt in dem hochgelegen Dorf, deshalb durfte in ihrer Küche eine Henne brüten.

In ihrem Garten gab es einen alten Walnussbaum…

Von diesem Baum keimte eine Nuss in unserem Rottacher Garten, wuchs und breitete sich Jahr für Jahr weiter aus. Die Nüsse waren gut. Für Gemüsepflanzen und für uns im Haus wurde es jedes Jahr schattiger. Das Fällen verschoben wir immer wieder aufs nächste Jahr. Ein Sturm übernahm es dann für uns.

Wir waren froh und traurig zugleich. Doch der Nussbaum hinterließ uns einen Sämling.

Wir pflanzen ihn hinter das Haus. Fast unbemerkt und viel zu schnell stand ein neuer Baum. Der Nachbar sorgt sich jetzt über den Schatten, deshalb stutzte Riccardo heuer seine Spitze und fand sechs große Nüsse, die ersten, die er trug. 

Hoffentlich verkraftet der Baum den Schnitt. Die Geschichte begann, als Riccardo noch kein ganzes Jahr alt war.

Familienausstellung 2019 im Jagerhaus Gmund

Tano, der Vater, feierte seinen 80. Geburtstag. Er wollte den Festtag nicht wie sonst, mit seiner Familie am großen Tisch im Wohnzimmer verbringen, sondern wünschte sich, in Mitten einer Familienkunstausstellung zu sein. Sein Wunsch ist nicht ungewöhnlich, die Kunstwerke, die unser Haus von oben bis unten füllen, einmal öffentlich zu zeigen. So war die Idee geboren, eine Ausstellung im Jagerhaus Gmund zu organisieren.

Für jeden Künstler der Familie wäre ein extra Zimmer bereit gewesen, bis Riccardo, der Jüngste der Familie, daraus eine wirkliche Familienausstellung machte, in der sich die Figuren, Bilder, Skizzenbücher und Mosaikarbeiten vermischten, aufeinander bezogen, ergänzten oder einen Kontrast ergaben. Sein Konzept ging völlig auf, wie man bei der Vernissage sah, bei den Gesprächen spürte und in den Zeitungsberichten nachlesen konnte.

Tano und uns gefiel es, dass die Ausstellung nicht nur Schau war, sondern vielmehr ein Treffen alter und neuer Freunde und Bekannter. Darüber hinaus war es ein Austausch zwischen Künstlern und Kunstbegeisterten, nicht nur der bildenden Kunst. Nicht nur Tano fühlte sich reich beschenkt, sondern die ganze Familie.

Kunst und Künstler – Artikel über Tona und Riccardo

Die Künstler am Tegernsee begehen in diesem Jahr das 70. Ausstellungsjubiläum. Zu diesem Anlass gab der Tegernseer Tal Verlag das Sonderheft „Kunst und Künstler“ heraus und stellt viele Künstler aus dem Tegernseer Tal vor.

Anita Westphal – Demmelhuber schrieb über Tona und Riccardo einen schönen Beitrag.

Aus: Zeitschrift TEGERNSEER TAL, Sonderausgabe KUNST UND KÜNSTLER 2019/2020, www.tegernseer-tal-verlag.de

Bilder von Riccardo in der Tegernseer Kunstausstellung 2018

Riccardos vier zarte Zeichnungen, schwarze Pigmenttusche auf Papier, waren ein Ruhepunkt in der vielfältigen und bunten Tegernseer Ausstellung. Obwohl sie auf einer quergestellten, extra aufgestellten Wand gehängt waren, drängten sie sich nicht auf.

Zwei Titel im Katalog waren verkehrt ausgezeichnet; Starbird One und Starbird Too anstelle von Simple One und Simple Two. Starbird Star und Starbird Moon waren richtig.

Die vier Bilder sind ein Geschenk, das Riccardo seiner Mutter machte, als sie in der Reha war. Noch nie war sie so lange (drei Wochen) von der Familie weg.

Die wunderschönen Zeichnungen sind voller Symbolik. Auf einem Bild trägt der Vogel einen Stern im Schnabel und auf dem anderen den Mond. Der Stern könnte ein Symbol für unseren Stern, die Erde, sein und der Mond für das Weltall.

Zwei Bilder zeigen Gesichter, aus denen dicke Pfeile ausgehen und so vom Antlitz ablenken oder umgekehrt, es verstärken.

Tona hatte zwei zwiefältige Wünsche. Sie hätte sich gefreut, wenn ein Bild verkauft worden wäre, aber sie freut sich auch, dass sie bei ihr geblieben sind.

Ausstellung von Riccardo – Kultur im Oberbräu Holzkirchen

Relations vom 1.7. bis 30.9.2018 – Arbeiten zum Thema Beziehungen

So leise und unbeachtet wie die Vernissage von Ricc im Holzkirchner „Kultur
im Bräu“ war auch der Abschluss der Ausstellung.
Er hatte nur im Internet eingeladen, niemanden persönlich. Er wollte keine
Anstands-Pflichtgäste drängen.

Seine Gedanken zu seinen Werken hat er auf Handzettel gedruckt und
aufgelegt. Auf einer bebilderten Preisliste teilte er seine Preise mit. Und
die waren nur kostendeckend. Er wollte nur die Papier-, Farb- und
Druckkosten dafür nehmen. Er freue sich, wenn jemand sich eines seiner
Bilder mal leisten könne. Die Kunst verschenke er, die Kunst sei so oder so
unbezahlbar.

Ja, ungewöhnlich waren die Preise – außergewöhnlich aber Motive, Stil und
Ausgestaltung der Bilder. „Jedes Bild ein eigener Kosmos“, schrieb Johanna Wieshammer in der Tegernseer Zeitung und Reinhold Schmidts Überschrift in der Internetzeitung „Kulturvision aktuell“ lautete „Der philosophische Künstler“.

Ist Riccs Rechnung aufgegangen? Zwei kleine Bilder hat er in der Ausstellung
liegen gelassen, wer sie haben möchte, könnte sie sich schnappen.

Gedanken von Riccardo: Wichtig ist mir, dass sich der Betrachter selbst in meinen Bildern wiederfindet und seine eigenen Deutungen sucht. Ich möchte Menschen einerseits zum Nachdenke anregen und anderseits mit witzigen Pointen zum Lachen bringen.

Aus dem Programmheft: Er überträgt das komplexe menschliche Zusammenleben in ebenso simple wie aussagekräftigen Zusammenhängen des täglichen Lebens.

Zur Technik: Ursprünglich in Pigmenttusche auf Papier, sah man seine Bilder zum ersten Mal im großen Digitaldrucken auf Leinwand.

Riccardo stellt aus „Kultur im Oberbräu“

Riccardo zeigt vom 1.7.18  ab bis Ende September seine Bilder im „Kultur im Oberbräu“ Holzkirchen.  Am Sonntag um 15 Uhr eröffnet er sie.

Riccardo sagt:

Wichtig ist mir, dass sich der Betrachter selbst in meinen Bildern wiederfindet und seine eigenen Deutungen sucht. Ich möchte Menschen einerseits zum Nachdenken anregen und anderseits mit witzigen Pointen zum Lachen bringen.

Im Programmheft der Ausstellungen im Kultur im Oberbräu steht:

Der junge Künstler zeigt seine aktuellen Arbeiten zum Thema Beziehungen. Ursprünglich in Pigmenttusche auf Papier sieht man in seinen Bilder zum ersten Mal im großen Digitaldruck auf Leinwand. Dabei überträgt er das komplexe menschliche zusammenleben in ebenso simple wie aussagekräftigen Formen und füllt damit den Raum zwischen utra-komplexen und extra-ordinären Zusammenhängen des täglichen Lebens.

Neues Jahr 2018 mit Zeichnungen von Riccardo

Riccardo ist dieses Jahr der erste der Familie, der unseren Blog mit seinen Bildern bereichern kann. Er eröffnet mit seinen Zeichnungen das Jahr 2018.

Es sind Zeichnungen in der Größe DIN A4, Pigmenttusche auf Papier. Alle noch ohne Titel.

Ein Gedicht: Silence mind

Ein Gedicht von Riccardo – über Unsinn und Sinn – oder –  Sinn und Unsinn

Silence mind

The sky is pink and the sea is purple,
the earth is white and the grass is blue,
someone went crazy and the meaning is void.

Between the verses is silence,
who is there to pronounce?

The sky is being and the sea is lost,
the earth is blown and the tree is sense,
someone ate the meadow and a donkey weeps.

Between the verses is silence,
who is there to pronounce?

Who wants to read a mad mans hope?
To the sense of nothing, to the bone.
There is no rhyme…

Between the verses is silence,
who is there to pronounce?

There is nothing to understand or find.
Would ‚ be something between the verses,
if there is someone to pronounce and find.

Silence mind,
think what you want,
I’m just bored in his hell of creation,
Believe me, the sky is being
there to pronounce.

In the end is silence.
A fairy’s soft voice,
pronouncing,
Hope.

Versuch einer Übersetzung

Sei still Geist

Der Himmel ist rosa und das Meer ist lila,
die Erde ist weiß und das Gras ist blau,
jemand wurde verrückt und die Bedeutung ist nichtig.

Zwischen den Versen ist Stille,
Wer ist da, um auszusprechen…?

Der Himmel ist das Dasein und das Meer ist verloren,
die Erde ist weggeblasen und der Baum ist der Sinn,
jemand aß die Wiese und ein Esel weint.

Zwischen den Versen ist Stille,
Wer ist da, um auszusprechen…?

Wer will eines verrückten Mannes Hoffnung lesen?
Bis zum Nichts, bis zum Knochen.
Es gibt keinen Reim …

Zwischen den Versen ist Stille,
Wer ist da, um auszusprechen…?

Es gibt nichts zu verstehen oder zu finden.
Wäre etwas zwischen den Versen,
wenn jemand es ausspricht und findet.

Sei Still Geist!
Denk was du willst,
Ich bin nur gelangweilt in seiner Hölle der Schöpfung,
Glaub mir, der Himmel ist Da(das Dasein)
um es auszusprechen.

Am Ende ist Stille.
Die sanfte Stimme einer Fee,
Aussprechend:
Hoffnung.