KulturBegegnung Nr. 19

Jedes Jahr, Anfang Mai und Anfang Oktober, kommt die neue Kulturzeitung der Kulturvision Miesbach heraus. Jedes Mal freue ich mich, wenn ich sie in meinen Händen habe. Schnell durchblättern und dann weglegen kann man sie nicht.

Allein das große Format zwingt einen, sich an einen großen Tisch zu setzen, um sie aufschlagen zu können. Nur in ihrer ganzen Breite sieht man ihre wunderschöne grafische Gestaltung. Schrift und Bilder ergänzen sich. Mal ist der Hintergrund farbig, mal die Schrift, die Farbe kräftig aber auch zurückhaltend, stets passend zum Inhalt der Artikel. (Kaufmann Grafikdesign)

Die Redakteurin Frau Dr. Gierth und ihr Team gelingt es, die unterschiedlichsten Beiträge unter ein gemeinsames Thema zu stellen. Der Titel der letzten Ausgabe war „Freude“.

Die jetzige Ausgabe erwartete ich mit Spannung. Auf den Seiten der jungen Künstler stand ein Bericht über Riccardo. Der Fotokünstler Alois Pribil hatte ihn interviewt und fotografiert. Er hat gut über Riccardo geschrieben.

Mir gefällt die „KulturBegegnung“, wie die Zeitung heißt, auch deshalb, weil ich die „Macher“ der Zeitung kenne und mag.

Impressionen aus dem Biergarten

Letzten Sonntag war das Wetter ideal für einen Besuch im Biergarten und so traf ich mich mit einigen Zeichenfreunden am Chinesischen Turm im Englischen Garten. Das schöne Ambiente und all die unterschiedlichen Besucher boten viele interessante Motive.

Ich hatte diesmal Postkarten aus Aquarellpapier dabei und bis auf das erste Bild sind alle Zeichnungen/Aquarelle auf diesem kleinen Format entstanden.

Im Biergarten – Licht und Schatten
Tintenstift, wasservermalbare Buntstifte
Im Biergarten - Licht und Schatten

Impression aus dem Biergarten
Tuschestift, Aquarell
Biergartenimpression

Frau mit Hut
Tuschestift, Aquarell
Frau mit Hut

Rückenfrei
Tuschestift, Aquarell
Rückenfrei

Mädchen mit der Nr. 28
Tuschestift, Aquarell
Das Mädchen mit der Nr. 28

Junge Frau
Tuschestift, Aquarell
Junge Frau

Cooler Typ
Tuschestift, Aquarell
Cooler Typ

Ungleiches Paar
Bleistift, Aquarell
Ungleiches Paar

Gulbranssonmuseum Tegernsee „Olaf im Gras“

Olaf in 3 D

Olaf im Gras

Das Selbstbildnis „Olaf im Gras“ wurde zum Maskottchen des Gulbranssonmuseums in Tegernsee. Sogar an der A8 sieht man in Richtungen München und in Richtung Salzburg je eine große Tafel mit diesem Bild.

Seit vorigem Jahr bietet Frau Wiedemann, die Leiterin des Museums, ein museumspädagogisches Programm an. Sie hatte die Idee, Kinder könnten in einem Ferienworkshop den „Olaf im Gras“ plastisch darstellen.

In den Pfingstferien war ich dann mit sieben Kindern im Alter von 7-12 Jahren im Museum, im Gepäck zwei Hubel Ton und Werkzeug für alle. Es entstanden wunderschöne, sehr unterschiedliche Plastiken, in stilisierter bis realistischer Form, in technisch ausgeklügelter oder phantasievoller Ausarbeitung.

Flyer der Sonderausstellung Olaf Gulbransson 3D

Flyer der Sonderausstellung Olaf Gulbransson 3D

Sehr liebevoll gestaltete Frau Wiedemann die Kindervernissage, wie bei einem großen Künstler mit Ansprache, Diaschau, Pressefotograf, Flyer und Umdrunk. Sie hatte die Kinderarbeiten großartig präsentiert, auf Säulen mit Glassturz, in der Mitte eines Ausstellungsraumes mit Bildern von Gulbransson an den Wänden.

Toskana

Florenz

Florenz war voll von Besuchern. Gut, dass die bekannteste Skulptur „David“ vor dem Palazzo Vecchio fünf Meter hoch ist, so konnte ich sie von weiten sehen.

Ich wollte mich anfangs nicht durch die Menge drängeln, so fotografierte ich aus Frust Michelangelos David in Klein bei den Nippsachen eines Andenkenstands.

Auf der Ponte Vecchio in der Mitte bei den Arkadenbögen konnte ich nur einen Blick auf den Himmel erhaschen.

Palazzo Vecchio und David von Michelangelo

Am Nachmittag kamen Tano und ich doch noch in den Genuss, David von allen Seiten betrachten zu können. Wegen den Warteschlangen an der Kasse des Palazzos Vecchio verzichteten wir auf einen Besuch und hielten uns nur im Eingangsbereich auf. 1446 baute Michelozzo di Bartolomeo den damals 100 Jahre alten Innenhof im Frührenaissancestil um. Weitere 100 Jahre später malte der vielseitige Giorgio Vasari ihn aus.

Bronzetüren am Florentiner Baptisterium

Michelozzi arbeitete als Schüler von Lorenzo Ghiberti an der zweiten Tür des Baptisteriums mit. Ghiberti gewann bei einer Ausschreibung den Auftrag, später sogar noch für die dritte Tür. Michelangelo fand letztere so schön, dass er sie „das Tor zum Paradies“ nannte.

Das erste Bronzetor schuf Andrea Pisano 1330 noch ganz im Stil der Gotik, während man bei Ghilbertis ganz deutlich den Übergang zur Renaissance sieht. Zwischen dem Beginn und der Fertigstellung der drei Tore liegen 120 Jahre.

Portal San Ranieri in Pisa

Ganz glücklich war ich, dass ich dann auch noch in Pisa das romanische Portal San Ranieri (Hl. Reiner) an der Kathedrale sah. Bonanno Pisano vollendete es 1180, also 150 Jahre vor Pisanos Tor in Florenz. Auf den ersten Blick sind die florentinischen Türen und das pisanische Portal ähnlich: in der Größe, der Aufteilung in Felder und dem Material Bronze. Doch kunstgeschichtlich liegen Welten dazwischen.

An den Halbreliefs am Ranieritor fehlt die Perspektive, das Größenverhältnis der Figuren stimmt nicht und die Mimik ist steif. Es richtet sich alles nach der inneren Bedeutung und sagt viel aus. Fast möchte ich sagen die Darstellungen wirken modern, sie sind ausdrucksstark. Sie gefallen mir sehr gut, sie sprechen mich an.

Giovanni Pisano und sein Vater Nicola

Mit dem Familiennamen Pisano kam ich durcheinander. An der sechseckigen Marmor-Kanzel in der Kathedrale hatten zwei andere mit dem Namen Pisano gearbeitet, Giovanni Pisano und sein Vater Nicola. Obwohl es ein Relief war, wirkten die Figuren durch tiefe Schatten dreiseitig, fast vollplastisch. 1311 war die gotische Kanzel fertig.

Loggia dei Lanzi  neben dem Palazzo Vecchio

Die Loggia dei Lanzi kommt jedem Münchner bekannt vor. Ein Plagiat steht am Odeonsplatz – die Feldherrnhalle. Statt den beiden Medici-Löwen sieht man in München den bayerischen und preußischen Löwen, der bayerische Löwe mit geschlossenem Maul und der andere mit geöffnetem.

Noch einmal zurück zum Palazzo Vecchio

Trotz der großen Menschenmenge fanden wir auf einer Seite des Innenhofes einen leeren, fast ruhigen Platz. Es fand gerade eine Fotoausstellung von Stefano Guindani mit dem Thema „Saut d´Eau- Haiti“ statt. Der Künstler ist Modefotograf der Zeitschrift Vogue. Er zeigte aber keine Modefotos sondern eine soziale Bilder-Reportage. Wir sahen beeindruckende Bilder von einem gewaltigen Wasserfall, unter dem sich Männer, Frauen und Kinder reinigen. Der Ort heißt Ville Bonheurein und ist für die Haitis ein heiligen Ort, an dem einige die Voodoo-Rituale ausüben und andere die christlichen Reinigungs-Zeremonien.

Noch stärker beeindruckte mich dort eine weitere Fotodokumentation: „La strage dei via die Georgofilie“. So heißt das Attentat, welches vor 20 Jahren bei den weltberühmten Uffizien eine Familie tötete und viele Personen verletzte. Viele Gemälde und Skulpturen wurden zerstört oder beschädigt.

An dem Tag, an dem wir in Florenz waren, gedachte man dieses schrecklichen Tages. Zum Gedenken waren die Uffizien kostenlos für die Besucher.
In der Zeit nach dem Attentat zerbrachen oder zersplitterten sich die staatstragenden Parteien. Berlusconi trat in die Politik ein. Sein Freund und engster Mitarbeiter wurde wegen Unterstützung der Mafia zu Gefängnis verurteilt. Der Senatspräsident Pietro Grasso sagte bei der Gedenkfeier: „Zu viel der Tragödie bleibt nach wie vor im Dunklen.“

Installation im Palazzo Strozzi

Frederico Gori

Tano und ich freuten uns, als wir im Innenhof des Palazzos Strozzi noch einmal eine zeitgenössische Installation sahen. Das Kunstwerk von Frederico Gori hatte den Titel „Di fragilità e Potenza“ (Zerbrechlichkeit und Kraft).

Es war eine sieben Meter hohe Steineiche samt Wurzeln aufgehängt, und rundherum unter den Wurzeln waren Kupferplatten mit Abdrücken von Blättern und Rinde aufgestellt. Am Boden und auf den Kupferplatten war Wasser.
Als Erklärung stand: „Eine Meditation über zwei Pole: Stärke und Macht gegen Zärtlichkeit und Zerbrechlicheit … die uns auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur auffordert.“
Mir gefiel die Installation ausgezeichnet, zu sehen, dass ein Austausch der zeitgenössischen Kunst und der Geschichte der Renaissance möglich ist.

Michelangelo und Carraramarmor

Zurück zu Michelangelos David. Zwei Bildhauer scheiterten schon am Auftrag, aus einem riesengroßen Carrara-Marmorblock eine David-Figur zu schlagen. Michelangelo schaffte es, den von seinen Vorgängern grob behauenen Stein zu vollenden und wurde dadurch schon mit 24 Jahren berühmt.

Ich dachte nicht, dass ich einmal einen Carrara-Marmorsteinbruch der Apuanischen Berge sehen würde. Eine Straße mit zahlreichen Serpentinen führte uns nach Colonnata zu einem gewaltigen Steinbruch. Schon von den Römern gegründet, geht der Name „Colonnata“ auf eine Kolonie von Sklaven zurück. Ich konnte es nicht lassen, ein paar kleine Marmorstücke mitzunehmen. Jetzt reut es mich, dass ich nicht ein großes Stück in meine Tasche gesteckt hatte.

Pietrasanta

In der kleinen Stadt mit dem wunderschönen Namen „Pietrasanta“ war unsere Unterkunft. Den Namen, übersetzt „der Heilige Stein“, fand ich schön. Interessant waren für mich auch die vielen Steinmetzbetriebe entlang der Straßen, vom großen „Henraux“  bis zum kleinen Handwerker, und die Lagerplätze mit großen Marmorblöcken und Marmorsteinen in unterschiedlicher Körnung.

Pietrasanta, die Stadt der Kunst und der Künstler, ist ein Zentrum für die Steinmetzkunst, mit Werkstätten und Ausbildungsstätten. Dazu gibt es auch noch Bronzegießereien.
Künstler wie Henry Moore, Miro, Araldo Pomodoro, Pietro Cascella und Kan Yasuda haben dort schon gearbeitet, in früheren Zeiten Michelangelo und Vasari.  Seit den 70er Jahren ist die Stadt Wahlheimat von Fernando Botero aus Kolumbien. Im letzten Jahr feierte er in Pietrasanta seinen 80. Geburtstag mit einer großen Ausstellung.
Er spendete Pietrasanta die große Bronzefigur „II Guerriero“ (Der Krieger). Die Stadtväter mussten lange diskutieren in welche Richtung sie das Hinterteil der nackten Figur vor dem Rathaus drehe sollten. Die tonnenschwere Figur musste ein zweites Mal gedreht werden.

Das weiße Material hatte mich bisher nicht gelockt. Eine Form aus einem Marmorblock zu schlagen würde ich jetzt ganz sicher nicht mehr verachten. Einen Kurs in Pietrasanta würde ich nicht ausschlagen.
Und wenn ich viel Geld hätte, könnte ich ein Modell von mir von einem Mamorist in Marmor machen lassen.

Blick aus unserem Fenster

Blick aus unserem Fenster

Zeichnen am Donnerstag – Nr. 26

Farbe kommt bei meinen Skizzen viel zu kurz. Um das zu ändern, hatte ich diesmal meinen kleinen Aquarellkasten dabei. An diesem trüben und kalten Tag war das genau das richtige. Entstanden sind dabei folgende vier Zeichnungen.

Aphrodite von Knidos
Tintenstift und Aquarell
Aphrodite von Knidos

Dionysosknabe
Tintenstift und Aquarell
Dionysosknabe

Zwei Mal Doryphoros
Aquarell
Hier habe ich nicht die Statuen selbst gezeichnet, sondern den Raum um das Motiv herum.
Zwei Mal Doryphoros

Statue
Bleistift und Aquarell
Leider weiß ich nicht, wen diese Figur darstellt; ich konnte keine Beschriftung finden.
Statue

Gmundart:

 

Gmundart

Diesmal bin ich als Gastaussteller mit 4 Arbeiten vertreten.

Alle Sind natürlich herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei und vom 9. bis 10. bin ich auch persönlich da.


Bilder der Vernissage:

Gmundart Vernissage

Auf der Seite der Kulturvision gibt es weitere Infos über ausstellende Künstler usw…
http://www.kulturvision.de/index.php?beitr_id=872&nav_ka=&id=20

Kinotage

Ich liebe die Iron Man Filme und habe mit großer Vorfreude auf den Kinostart des dritten Teils gewartet. Am 1. Mai war es endlich so weit, ich konnte Iron Man 3 in der englischen Originalfassung im Kino sehen. Ich war begeistert. Der Film ist sehr witzig und unterhaltsam und macht einfach großen Spaß.

Deshalb gab es gestern gleich noch einen zweiten Besuch im Kino, diesmal mit deutscher Synchronisation. Da ich schon frühzeitig vor Ort war, sind auch einige Skizzen entstanden.

Filmpalast
Tuschestift, Aquarell (Die Farbe habe ich zuhause hinzugefügt.)
Filmpalast

An der Kinokasse
Tuschestift
An der Kinokasse

Warten auf den Einlass in der Lobby
Tuschestifte
Warten auf den Einlass Warten auf den Einlass 2

Zeichnen am Donnerstag – Nr. 25

Das Oktoberfest in München kennen wohl die meisten. Das kleine Geschwisterchen, das Frühlingsfest, ist weniger bekannt und findet zurzeit wieder auf der Theresienwiese in München satt. Mit Tintenstift und etwas Aquarellfarbe habe ich in meinem Skizzenbuch einige Eindrücke von dort festgehalten.

Beim Autoscooter
Autoscooter

An der Schießbude
Schiessbude

Impression mit Wildwasserbahn
Fruehlingsfest mit Wildwasserbahn

Das Riesenrad
Fruehlingsfest mit Riesenrad