Zeichnen am Donnerstag – Nr. 18

Gestern habe ich mein neues Skizzenbuch im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke in München eingeweit. Das glatte, weiße Papier gefällt mir gut und die Seiten sind dick genug, dass auf der Rückseite nichts durchschlägt. Für Aquarell ist es nicht geeignet, aber Tinte kann man problemlos mit dem Wasserpinsel vermalen.

Ildefonso Gruppe
Tintenstifte

Herakles Farnese
Tintenstift

Kapitolinische Venus
Tintenstift, mit Wasser vermalt

Zwei männliche Statuen
Tintenstift mit Pinselspitze, mit Wasser vermalt

Baum bei Nacht
Diese nächtliche Baumstudie ist beim Warten auf den Bus entstanden.
Tintenstift, mit Wasser vermalt

Zeichnen am Donnerstag – Nr. 17

Im Bayerischen Nationalmuseum hat die Krippenausstellung wieder geöffnet. Die Sammlung ist so umfangreich, dass ich mich kaum entscheiden konnte, was ich auf Papier bannen wollte. Ich bewunderte die unzähligen Figuren und Weihnachtsszenen, die in Italien und im Alpenraum zwischen 1700 und dem frühen 20. Jahrhundert entstanden sind.

Neapolitanische Rundkrippe – Tavernenszene
Neapel, 2. Hälfte 18. Jahrhundert
Tuschestifte

Straße in Neapel mit Marktszenen – gehende Figur mit Tasche
Neapel, 1750/1790
Tuschestift

Verkündigung an die Hirten – Hirte
Nordtirol, Mitte 18. Jahrhundert
Tuschestifte in verschiedenen Farben, Aquarellfarbstifte

Am Ende, als ich in der Eingangshalle auf meine Mittzeichner wartete, habe ich noch schnell die Büste von König Maximilian II. skizziert. Er ist der Gründer des Museums.

König Maximilian II.
Tuschestifte

Neue Bilder

Obwohl in der letzten Zeit viele Bilder entstanden sind, habe ich es lange versäumt etwas hier zu veröffentlichen. Das will ich jetzt nachholen, und öfter etwas von mir beitragen.

Angefangen mit drei Bildern der letzten Tage:

Machtmaß
(Bleistift, Tusche und Lackmarker auf Papier)

 

Ballo in Maschera
(Bleistift und Tusche auf Papier)

 

Boxzange
(Bleistift und Tusche auf Papier)

Rabengeschichten

Mit unnatürlich farbig glasierten Schnäbeln vermenschlichte ich die an sich realistisch dargestellten Raben. Den Farben liegt eine Symbolik inne. So wurde der Rabe mit dem grünen Schnabel zum unreifen Jüngling und aus zwei Vögeln mit rotem und rosa Schnabel wurde ein verliebtes Paar. Hellblau und rosa zeigen den Wunsch nach dem Geschlecht und der rote und gelbe Schnabel stellt die Frage nach der Vererbung von Eigenschaften.

Glasiertes Steinzeug, gebrannt bei 1250°C.

Rückblick – Herbstausstellung Isargilde

Mit der Finissage der Herbstaustellung und zugleich Tanos Geburtstag endete bei uns der Herbst. Es schneite so stark, dass die ersten Schneepflüge fahren mussten. Mir war es gar nicht wohl, als Tano an diesem Tag Riccardos Bilder, meine Plastiken und meinen vergessenen Mantel in Dingolfing holte.

Für Riccardo war es eine guter Einstand.  Die Zeitungen der Umgebung berichteten rege über die Ausstellung und erwähnten ihn. Auf der Website der Isargilde kann man die Artikel nachlesen, es sind insgesamt 12 Stück.

3 Seen -Tre Laghi: Achensee – Gardasee – Tegernsee

Ausstellung – Mostra in der Galerie im alten Widum, Achenkirch, Österreich
20.Oktober bis 3. November 2012

Den Veranstaltungsort zu finden war nicht leicht für uns. Es war schon finster, wir kannten das Wort Widum nicht und wir waren in einem Ort, in dem es keine Straßennamen gibt und die Hausnummern unregelmäßig angeordnet sind. Mit etwas Hilfe fanden wir die „Galerie im alten Widum“ gleich hinter der Pfarrkirche und wissen nun, dass Widum das österreichische Wort für Pfarrhof ist. Wir gehörten zu den ersten Besuchern der Eröffnungsfeier der Ausstellung: „3 Seen -Tre Laghi: Achensee – Gardasee – Tegernsee“.

Anlass der grenzübergreifenden Ausstellung ist das 900-jährige Gründungsjubiläum, das die Gemeinde heuer feiert. Achenkirch lud die Künstler ihrer Partnerorte Brenzone und Kreuth ein.

In der Eröffnungsrede begründete Kunsthistoriker Reinhard Obermeier die geografische Verbundenheit der drei Gemeinden in Deutschland, Österreich und Italien durch die Seen und die Alpen.
Im Katalog der Ausstellung schrieb er: „Die Alpen ‚im Herzen Europas’ trennen zwar den Mittelmeerraum vom nördlichen Mitteleuropa, diese drei Orte haben jedoch alle etwas gemein: Sie liegen an einem in die hiesige Landschaft eingebetteten See. Kreuth im bayrischen Alpenvorland, welches als Seen- und Moränenland bekannt ist, Achenkirch am Achensee, einem inneralpinen, fjordartigen Hochgebirgssee und Brenzone am Gardasee, der am südlichsten Ende der Alpen gelegen ist.“

Diese Zusammengehörigkeit spürte man auch in den Bildern, Fotos und Plastiken der 14 Künstler, die im Umkreis der drei Gemeinden leben. Die Themen waren Wasser, Berge, Jahreszeiten und Heimat. Das klingt vielleicht trivial, aber die Werke waren weder sentimental noch abgeschmackt.
Von unseren Tegernseer Künstlern sind dabei: Heidi Barnsdorf, Hilge Dennewitz, Peter Keck, Hans Schneider, Hans Weidinger und Jürgen Welker.

Dass wir in Achenkirch – es liegt ja nur 30 km von uns entfernt – im Ausland waren, wurde mir erst so richtig bewusst, als die Bundeskapelle Achenkirch die Hymnen der drei Länder spielte.

Herbst

Heute konnte ich nicht wiederstehen, wieder einmal etwas in Farbe zu zeichnen. Gesagt, getan: Mit Ölkreiden und Skizzenbuch bewaffnet habe ich einen Sonntagsspaziergang ins Kapuzinerhölzl gemacht. Die Farben des Herbstes sind einfach wunderschön und es hat Spaß gemacht, diese farbenfrohe Stimmung festzuhalten, wenn auch das Ergebnis doch etwas kitchig wirkt und ich am Ende ganz schön durchgefroren war. Zuhause habe ich die Farben noch etwas vermalt, mit einem Mittel das Zitronenöl enthält.

Kapuzinerhölzl im Herbst
Ölkreiden

Zeichnen am Donnerstag – Nr. 16

In letzter Zeit war ich etwas faul und habe meine Zeichnungen nicht mehr eingescannt. Ich gelobe aber Besserung und beginne mit letztem Donnerstag, der mich ein weiteres Mal ins Jagd- und Fischereimuseum geführt hat. Zurzeit gibt es dort eine Hai-Sonderaustellung.

Heringshai
Tuschestifte

Veschiedene Tiere:
Gelbflossenthun, Schneehasen, Gemse, Habichtskauz und Enten
Tusche- und Tintenstifte