Diesmal gibt es von mir einige Portraitstudien zu sehen. Mann könnte meinen, ich habe meine Modelle direkt in der Hölle gefunden, so gruselig und dämonisch sehen sie aus. Mein Zeichentreff am Donnerstag hatte mich aber nicht in die Unterwelt geführt, sondern in die Sonderaustellung Krampus & Perchten im Jagd- und Fischereimuseum in München. Dort werden noch bis zum 2. Februar diese wunderbar teuflischen Masken ausgestellt.
Zeichnen am Donnerstag – Nr. 28
Mit meinem ersten Eintrag im neuen Jahr schließe ich mich an den von Tona an – auch bei mir ist das Thema Krippen. Zwar ist Weihnachten längst vorbei und das neue Jahr im vollen Gange, die Krippenausstellung im Bayerischen Nationalmuseum hat aber noch geöffnet und ich war wieder einmal dort zum Zeichnen.
Zwei Soldaten
Tuschestift mit Aquarell
Mein erster Versuch den Arm mit der Lanze zu zeichnen ging daneben, man sieht ihn deshalb noch „geisterhaft“ im Hintergrund.

Marktgetratsche
Bleistift mit Aquarell
Diese Skizze habe ich fast blind mit Bleistift skizziert. Im Ausstellungsraum war es so finster, dass ich die Striche auf meinem Block nur schemenhaft erkenn konnte. Das Aquarell habe ich dann Zuhause bei Licht hinzugefügt.

Spitzbart
Tuschestift
Bei diesen beiden Figuren hat mir der Bart so gut gefallen.

Meine alten Beiträge zur Krippenausstellung im Bayerischen Nationalmuseum kann man hier und hier nachlesen.
Krippenweg und Krippenausstellung in Tegernsee
Die Weihnachtszeit endet für die meisten Leute heute am Dreikönigstag. So werden wir morgen unsere vier Krippen abholen, die wir für den Tegernseer Krippenweg ausgeliehen hatten. Die Krippen, die in den Schaufenstern ausgestellt waren, sollten hauptsächlich die Besucher des weihnachtlichen Schlossmarktes dazu verleiten, die Geschäfte im Ort zu besuchen. 40 Geschäftsleute machten mit, einige waren ehrlich begeistert und einige weniger. Knapp war der Platz gerade in den großen Schaufenstern. Maria und Josef waren erneut auf Herbergssuche.
Viel Platz fanden die Krippen, die die Krippenfreunde-Tegernsee-Tal im Quirinal Tegernsee mit viel Liebe und Können aufgebaut hatten. Sie sind noch bis zum 2. Februar zu besichtigen. Die Kirche beendet erst an diesem Tag den Weihnachtsfestkreis.
Reichlich ist die Auswahl: historische Kastenkrippen, die das Stiftlandmuseum Waldsassen ausgeliehen hatte; 100 Santos in provenzalische Landschaft mit südfranzösischem Dorfleben; ebenfalls die mit 100 Figuren bestückte Stegmeierkrippe; bayerische Krippen; Wurzelkrippen und viele mehr.
Ich konnte meine Stelenkrippe, die Straße mit Halb-Relieffiguren und das Rottacher Rathaus ausstellen, Riccardo zwei Bilder in der Technik Bleistift und Tusche auf Papier.
Weihnachtszene vor dem Rathaus Rottach-Egern (Steinzeug glasiert):

Vor 18 Jahren hatte ich die Krippe gebaut. Ich versetzte die Weihnachtsgeschichte in unsere Zeit und wählte das Rathaus als Kulisse.
Vor dem überdachten Eingang der Tourist Info sind die heilige Familie und bayerische Hirten in Miesbacher Tracht aufgestellt (Herberge bekamen sie nicht).
Am Eingang zur Gemeindeverwaltung kümmern sich die damaligen Bürgermeistern des Tegernseer Tales: Fischbacher und Niedermaier (mit Bürgermeisterkette) um die drei Weisen. Hatzl und Cnyrim, auch ehemalige Bürgermeister, beobachten das Geschehen vom Balkon aus. Für drei Frauen ist der hohe Besuch sensationeller als die herbergslose Familie.
Das Gebäude erzählt von alten Zeiten, als der Rathausturm mit Schindel gedeckt und das Haus noch mit Rathaus und Kuramt beschriftet war.
Tona & Tano
Krippenausstellung im Krippenmuseum Mindelheim – 10. Sankt Lukas Preis
Zum 10. mal wurde im Krippenmuseum der St. Lukaspreis vergeben. Der Leiter des Kulturamtes erklärt in einem Video den Sinn dieser Auszeichnung: man wolle damit eine alte Thematik in den Blick junger Künstler rücken und ein neues Herangehen an die Darstellung der Geburt Jesus fördern.
Nun, ich war sicher nicht die einzige alte Ausstellerin, doch mir ist es schon immer ein Anliegen, die Weihnachtsgeschichte in unsere Zeit zu versetzen. Mit meinen 50 Perlen, die ich zu einem Rosenkranz band, traf ich natürlich nicht die Gunst der Jury.
Mit meinen zeitgemäßen Minidarstellungen wollte ich auf den ziemlich „verstaubten und altmodischen“ Rosenkranz aufmerksam machen, der das ganze Jahr gebetet wurde oder wird, und so die Weihnachtsgeschichte nicht nur als Stimmungsaufheller im Winter herabwürdigen.
Preisträger wurde Otto Schwarzendorfer aus Wien. Seine einzelnen Figuren gefielen mir sehr gut. Nur der Aufbau war mir etwas zu wuchtig. Die Zeit zum Betrachten war für mich zu kurz, so dass ich den Hintergrund und die Bedeutung der einzelnen Szenen nicht deuten konnte.
Die Ausstellung gefiel mir heuer sehr gut, frei von Weihnachtsdeko waren die Werke sehr schön präsentiert. Mein Rosenkranz ist in einem eigenen Schaukasten sehr schön ausgestellt. Die Ausstellung ist noch bis zum 2. Februar zu sehen.
Zeichnen am Donnerstag – Nr. 27
Der Winter ist wieder da – das Zeichnen ausschließlich in Innenräumen auch. Zwar gibt es hartgesottenen Zeitgenossen, die der Kälte trotzen und trotzdem im Freien zeichnen, aber ich gehöre nicht zu diesen bewundernswerten Leuten.
Das Abgussmuseum ist aber auch ein schöner Ort und folgende Skizzen sind wieder mal dort entstanden.
Kauernde Niobide
Bleistift, Aquarell

Figuren-Konglomerat
Tuschestift

Apollon von Tralleis
Tuschestift

Verwundete Niobide
Tuschestift

Neue Karten
Wer mich kennt, der weiß dass ich keine Visitenkarten verteile; sondern handsignierte und limitierte Drucke.
Da die letzten Drucke mit dem Motiv „Bird“ langsam zur neige gehen, gibt es ab jetzt neue mit dem Motiv „Birds“ Als Geschenk für jeden den ich treffe 🙂
Birds
(Limitierter Digitaldruck)
Zurück vom Zahnarzt…

Zahnbehandlung 1 (Bleistift und Tusche auf Papier)

Zahnbehandlung 2 (Bleistift und Tusche auf Papier)
Meine Seite, endlich upgedatet!
Klassentreffen – zweifaches Wiedersehen
Nach 50 Jahren traf ich meine ehemaligen Schulkameraden. Zwei Jahre waren wir Tag und Nacht zusammen im Kloster der Armen Schulschwestern in der Au in München.
Da unsere Lehrerinnen alle nicht mehr leben, war es egal wo wir zusammen kamen. Wir trafen uns in Regensburg. Reinhilde und Anni organisierten das Treffen und wählten für die Übernachtung das Exerzitienhaus Haus Werdenfels in Nittendorf, dort wo mein Kreuzweg aufgestellt ist. Damit machten sie mir eine riesengroße Freude.
Zum ersten Mal sah ich, wo und wie mein Kreuzweg (den ich vor 10 Jahren modelliert hatte) aufgestellt ist. Als der Direktor des Hauses uns den Kreuzweg zeigte, hatte ich das Gefühl, als wäre er nicht von mir.
- Mein Kreuzweg im Haus Werdenfels
- Kreuzwegstation
Die einzelnen Darstellungen in Form von Grenzsteinen liegen am Boden, jeweils in einem Lichtschacht eines langen Ganges. Mir gefiel, wie es ausgestellt ist. Aber auch der Plan des Direktors, die Skulpturen auf Stelen zu stellen. Viele Besucher des Hauses hätten dies angeregt.











